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Volkskrankheiten - Diabetes mellitus Typ 2

Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung, die mittlerweile relativ häufig in Erscheinung tritt. Der Körper des Betroffenen kann dabei Kohlenhydrate wie Zucker nur ungenügend verwerten. Die Folge ist ein erhöhter Blutzuckerspiegel.
Bei gesunden Menschen beträgt der Nüchternblutzucker unter 100 mg/dl (5,6 mmol/l) Blut. Bei Nüchternwerten von mehr als 126 mg/dl (7,0 mmol/l) oder ein gelegentlich gemessener Wert von über 200 mg/dl (11,1 mmol/l), ist die Ursache Diabetes.
In Deutschland leben über sechs Millionen Menschen, die an Diabetes leiden. Davon sind über 90 Prozent Typ 2-Diabetiker; nur etwa fünf Prozent sind dem Typ 1 zuzuordnen.
Die Ursache der Erkrankung ist einerseits eine Insulinresistenz (verminderte Empfindlichkeit der Körperzellen für das blutzuckersenkende Hormon Insulin), andererseits ein Insulinmangel („Erschöpfung“ der Insulin-produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse). Auch Übergewicht und Bewegungsmangel, Erbfaktoren und Alter spielen bei der Entwicklung des Diabetes mellitus Typ 2 eine Rolle. Genauso können bestimmte Medikamente in den Zuckerstoffwechsel eingreifen und einen Diabetes mellitus auslösen.
Insulin ist ein Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Die Hormonproduktion ist dabei abhängig von der Nahrungsaufnahme: Je mehr Essen ein Mensch zu sich nimmt, desto mehr Insulin wird vom Körper produziert. Insulin wird von allen Zellen gebraucht, um Zucker (Glukose) aus der Blutbahn aufnehmen zu können.
Typ 2-Diabetiker haben im Gegensatz zu Typ-1-Diabetikern lange Zeit keine oder nur sehr schwache Symptome. Zu diesen zählen häufig vermehrter Durst, schlechtes Allgemeinbefinden mit Abgeschlagenheit und Kraftlosigkeit, Juckreiz, erhöhte Infektanfälligkeit (v.a. Hautinfektionen und Harnwegsinfekte), Müdigkeit, Schwindel, nächtliches Wasserlassen, Übelkeit, Muskelkrämpfe und Kopfschmerzen.



Folgen
Die erhöhten Blutzuckerwerte bei Diabetes schädigen auf Dauer die Blutgefäße und verursachen eine Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Dadurch kommt es zu Durchblutungsstörungen in verschiedenen Körperregionen. Beispiele für derartige Diabetes-Folgeerkrankungen sind: Bluthochdruck, Schlaganfall und koronare Herzerkrankung, Nierenkrankheiten, Augenkrankheiten, Nervenschädigung, Wundheilungsstörungen und Diabetisches Fußsyndrom, Potenzstörungen und Zuckerkoma oder Unterzucker.
Beim Diabetes mellitus bestimmt das Ausmaß der Diabetes-Folgeerkrankungen den Verlauf. Diabetiker, die gleichzeitig unter Bluthochdruck leiden, haben ein 20- bis 30-prozentiges Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall innerhalb der nächsten zehn Jahre. Jeder vierte Diabetiker erkrankt nach 15 Jahren an Augenschäden; 30 Prozent aller Erblindungen gehen in Europa auf Diabetes zurück. Unter Nervenschäden leiden nach zehnjähriger Krankheitsdauer sogar rund die Hälfte aller Diabetiker. Etwa 70 Prozent aller Fußamputationen in Deutschland werden an Menschen mit Diabetes durchgeführt. Dies macht deutlich, wie wichtig eine gute Blutzucker-Einstellung und regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen bei Diabetes mellitus sind.

Vorbeugung und Behandlung
Der Typ-2-Diabetes entwickelt sich schleichend, daher muss auch die Therapie im Verlauf der Erkrankung häufiger angepasst werden.
Besteht der Verdacht auf Diabetes mellitus Typ 2 ist der erste Schritt die Messung des Blutzuckers. Liegt dieser im Nüchternwert über 126 mg/dl (7,0 mmol/l), beginnt die Diabetes-Therapie.
Zu Beginn wird immer versucht mit Allgemeinmaßnahmen wie Ernährungsumstellung und Gewichtsreduktion auszukommen. Wenn dies nicht ausreicht, erhält der Patient zusätzlich Medikamente und bei Notwendigkeit auch Insulin.
Einer der wichtigsten Therapie-Bausteine bei Diabetes mellitus Typ 2 ist die Diabetiker-Schulung. Hier erfahren die Patienten alles Notwendige über ihre Krankheit und wie sie sich behandeln lässt.
Um einen Diabetes mellitus zu verhindern, können auch Sie etwas tun:
  • Bewegen Sie sich regelmäßig: Dies verbessert die Empfindlichkeit der Körperzellen für Insulin
  • Achten Sie auf eine abwechslungsreiche und nicht zu fette Ernährung
  • Vermeiden Sie Übergewicht!
  • Nehmen Sie die Vorsorgeuntersuchungen beim Hausarzt wahr, denn Vorstufen des Diabetes mellitus lassen sich schon früh erkennen und behandeln, auch wenn sie noch keine Beschwerden verursachen
  • Und: Wenn Sie rauchen, geben Sie es auf!




Weiterführende Links:
Dt. Diabetiker Bund
Dt. Diabetes Gesellschaft
Diabetes Deutschland
Diabetes Ratgeber
Diabetes mellitus - Informationen für Betroffene und Angehörige