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Volkskrankheiten - Schlaganfall

Ein Schlaganfall (auch unter Apoplex, Hirnschlag, Hirninfarkt oder Insult bekannt) ist eine plötzliche Unterbrechung der Sauerstoffversorgung in einem umschriebenen Teil des Gehirns. Verursacher sind Störungen der Blutversorgung des Gehirns, die oft zu einem anhaltenden Ausfall von Funktionen des zentralen Nervensystems führen. Vor allem ältere Menschen erleiden einen Schlaganfall: Etwa die Hälfte aller Betroffenen ist über 70 Jahre alt.
Der Schlaganfall und seine Folgen sind eine der Hauptursachen für Behinderung und Pflegebedürftigkeit im Alter und zählt in Deutschland neben Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen zu den häufigsten Todesursachen.
Auslöser für einen Schlaganfall ist entweder ein plötzlicher Verschluss eines Blutgefäßes im Gehirn (Hirnthrombose oder Hirnembolie) oder eine Hirnblutung. In beiden Fällen erhält das betroffene Hirngewebe zu wenig Sauerstoff und stirbt ab. Die Symptome richten sich dabei nach der betroffenen Region im Gehirn. Häufig kommt es zur halbseitigen Lähmung und zu Sprachstörungen. Je nach Schweregrad können auch gleichzeitig mehrere Symptome auftreten: Sehstörungen, Sprachstörungen, Schluckstörungen, plötzliche Schwäche oder Verlust der Muskelkraft bis hin zur kompletten Lähmung einer Gesichts- oder Körperhälfte, Taubheitsgefühl, Schwindel, Gleichgewichts- oder Koordinationsstörung, Verwirrung, oder Orientierungsstörungen.



Folgen
Nach einem Schlaganfall hängen die Folgen und der weitere Verlauf der Erkrankung davon ab, welche Hirnregion geschädigt wurde und wie groß das Ausmaß dieser Schädigung ist.
Der Grad der Beeinträchtigung nach einem Schlaganfall kann von kaum merklichen Symptomen bis hin zu andauernder Bettlägerigkeit und Pflegebedürftigkeit reichen. Unterschiedlich stark ausgeprägte Schlaganfall-Folgen wie Lähmungen, Seh- oder Sprachstörungen können die Patienten zeitlebens begleiten.
Eine frühzeitig begonnene Therapie kann dieses Ausmaß gering halten und Komplikationen vermeiden. Sie ist deshalb entscheidend für einen günstigen Krankheitsverlauf.

Vorbeugung und Behandlung
Um bei Schlaganfall die Diagnose stellen zu können, muss der Arzt den Patienten zunächst gründlich untersuchen. Mit speziellen Untersuchungstechniken (z.B. einen Satz nachsprechen lassen) kann der Arzt neurologische Symptome wie Sprachstörungen feststellen. Der direkte Nachweis eines Schlaganfalls erfolgt über eine Computertomographie (CT) oder eine Kernspintomographie (MRT) des Kopfs. Diese Untersuchungsverfahren zeigen auch, welche Hirnregion genau betroffen ist.
Je nach Ursache des Schlaganfalls (Gefäßverschluss oder Blutung) unterscheidet sich die Therapie. Die Therapie bei einem Gefäßverschluss umfasst eine medikamentöse Behandlung; die Therapie bei einem Schlaganfall aufgrund einer Hirnblutung umfasst in manchen Fällen einen neurochirurgischen Eingriff. Eine solche Operation hat zum Ziel, die Blutung zu stoppen, den Bluterguss zu entfernen und so das Hirngewebe zu entlasten.
Nach einem Schlaganfall sollte die Rehabilitation (Reha) beginnen, sobald es der körperliche Zustand des Betroffenen zulässt. Was nach der Erstversorgung im Krankenhaus folgt, hat große Bedeutung für das weitere Leben des Betroffenen. In vielen Fällen bessert eine im direkten Anschluss eingeleitete Therapie die Symptome deutlich – oft gelingt es, dass sie sich ganz zurückbilden.
Es gibt verschiedene Therapiemöglichkeiten, die je nach Ausprägung der Symptome zum Einsatz kommen: Bei Lähmungen stehen Krankengymnastik und Muskeltraining im Vordergrund – Patienten mit Sprachstörungen können mit Unterstützung eines Logopäden das Sprechen wieder erlernen.
Generell gilt: Ein Schlaganfall ist eine lebensbedrohliche Erkrankung – gute medizinische Versorgung, Vorsorgemaßnahmen und gesundheitsbewusste Lebensweise verbessern die Prognose aber deutlich.
Folgende Faktoren können das Risiko eines Schlaganfalls minimieren:
  • Regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks und Blutzuckers
  • Regelmäßige körperliche Bewegung und bewusste Ernährung mit einem hohen Anteil an Obst und Gemüse aber wenig Fett und Zucker
  • Vermeidung von Übergewicht, Stress, Rauchen und Alkohol

Weiterführende Links:
Dt. Schlaganfall Hilfe
Dt. Schlaganfall-Gesellschaft
Stiftung Schlaganfall